Selbstverwaltung an der SFE Berlin


Selbstverwaltung? Was ist das denn?
Putzt hier eigentlich jemand?
Wir wollen einen Kleiderhaken ins Klassenzimmer- wer kauft und montiert ihn?
Die Computer laufen gerade nicht! Wer bringt sie wieder in Schuss?


Selbstverwaltung an der sfe bedeutet, dass neben dem selbst bestimmten Lernen fast alle Entscheidungen von SchülerInnen, LehrerInnen und Büroangestellten - nach dem Prinzip: jeder Mensch eine Stimme - demokratisch gefällt werden. Dieses Prinzip von „demokratischer Schule“ strukturiert den Alltag an der sfe. In vielerlei Hinsicht ist die sfe etwas (gewollt) Unfertiges, bei der sich alle individuell in den Gestaltungsprozess einbringen können.

Zur Umsetzung dieser Idee gibt es verschiedene „Entscheidungsorgane“, vor allem die Vollversammlung, die Klassenkonferenzen und diverse Ausschüsse und Arbeitsgruppen.

Die Vollversammlung

Der zentrale „Verwaltungsort“ der SFE ist die Vollversammlung. Sie findet alle 2 Wochen statt und ist eine Versammlung von allen interessierten SchülerInnen und Angestellten. Hier werden alle Dinge besprochen und diskutiert, die aktuell für die Schule von Belang sind. Die Themen werden vorher ausgehängt, jeder/jede kann das draufschreiben, was besprochen werden soll. Die Themen betreffen alle Bereiche der Schule, d.h. es werden hier z.B. Regeln, Geldangelegenheiten (wie Höhe des Schulgeldes oder des Angestellten-Gehaltes), die Einstellung bzw. Kündigung von Angestellten, die Anschaffung neuer Geräte, die Vermietung der Räume und vieles mehr diskutiert und beschlossen...

Inzwischen ist es seltener geworden, dass noch zusätzliche Foren einberufen werden (was in der Vergangenheit regelmäßig der Fall war). Bei einem aktuellen Thema gibt es aber nach wie vor die Möglichkeit, dass SchülerInnen oder Angestellte ein Forum einberufen. Die Anwesenden entscheiden dann darüber, wieviel Zeit darauf verwendet wird und ob es eventuell zum Unterrichtsausfall kommt. In der Regel werden zusätzliche Foren in die 30-minütige Frühstückspause gelegt.

Vollversammlung und Foren gehören ebenso wie der Unterricht oder die Prüfung zum Leben und Lernen an unserer Schule. Wichtig ist, dass jedeR sich in die Diskussion und Entscheidungsfindung einbringt, damit alle mit den Beschlüssen am Ende auch leben können und niemand das Gefühl haben muss, es sei über seinen/ihren Kopf entschieden worden.

Alle Entscheidungen laufen nach dem Motto „ein Mensch – eine Stimme“, egal ob LehrerIn, SchülerIn oder Angestellte.

Klassenkonferenzen

In der SFE gibt es eine sogenannte Klassenautonomie. Dies bedeutet, dass die Klassen ihre klasseninternen Belange, sofern sie nicht die Schule als ganzes betreffen, selber klären. Um dies zu gewährleisten, gibt es Klassenkonferenzen. Bei den Konferenzen können auf Wunsch auch LehrerInnen anwesend sein. Klassen sind sehr unterschiedlich, erfahrungsgemäß machen sie ihre Klassenkonferenzen einmal im Monat bzw. nach Bedarf.

Ausschüsse und AGs

In der Schule für Erwachsenenbildung e.V. gibt es neben dem Unterricht viele Aufgaben von SchülerInnen und Angestellten zu erledigen. Darunter fallen z.B. so banale Dinge wie putzen, bauen, reparieren, werben, aber auch die Organisation der Prüfungsanmeldungen und anderes. Manche Dinge werden von allen erledigt, z.B. putzen alle Klassen und Angestellten im wöchentlichen Turnus die ganze Schule, andere werden von speziellen Ausschüssen übernommen, in denen Menschen freiwillig mitarbeiten.

Außerdem gibt es AGs, in denen Leute sich über den „normalen Unterricht“ hinaus zum Lernen oder Arbeiten treffen. Die AGs entstehen meist auf Initiative von SchülerInnen, so wurde z.B. von einer Gruppe SchülerInnen der Wunsch nach praktischem Kunstunterricht bzw. Chemie als Abiturfach geäußert, was zur Bildung der entsprechenden AG führte.

Momentan existieren: Kunst-AG, Computer-AG, Mathe-AG. Es gab auch schon andere, z.B. Theater-AG, Philosophie-AG, Chor u.a....